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Das Fazit

Bei meinem letzten Bericht hatte ich vom Start in eine gesunde Ernährung erzählt. Und was soll ich sagen, ich fühlte mich schon nach einigen Wochen, in denen ich mich immer mal wieder beim Versuch alte Gewohnheiten aufleben zu lassen erwischte, deutlich besser. Kein schwerer Kopf am Morgen und mit dem Treppensteigen war es auch schon wieder deutlich besser geworden. Aber ich hatte mir zur Vorsicht einen kleinen Ernährungsplan erstellt, der gut lesbar auf dem Küchentisch stand. Da wurde ich immer wieder an mein Ziel, durch gesündere Ernährung gesünder zu werden, erinnert. Meinen Body-Maß Index wollte ich aber erst kurz vor meinem nächsten Arztbesuch neu berechnen. Schließlich könnte ein Erfolgserlebnis schon vor dem Gang zum Arzt nicht schaden. Mit der gesunden Ernährung gab es auch keine Probleme. Ich hatte viele neue Ideen gefunden, wie mit viel Obst und Gemüse etwas sehr Schmackhaftes herzustellen war und langweilig braucht es, dank der dafür erhältlichen Produkte, nie zu werden. Mich wunderte nur, dass ich nicht schon früher auf solch eine Idee gekommen war. Meine Spaziergänge wurden auch länger und ich lernte dabei eine Menge Leute kennen, die wohl ähnliche Probleme gehabt hatten. Ein Zitat eines klugen Menschen, als Autor gab es dafür schon mehrere, lautete in etwa, dass nur in einem gesunden Körper auch ein gesunder Geist lebt. Das konnte ich jetzt nachempfinden. Dabei hatte ich eines gelernt. Gesundheit ist ein Geschenk, das man nur behalten darf, wenn man etwas dafür tut. Und die gesunde Ernährung war für mich – natürlich zunächst gezwungener Maßen ein Schlüssel dazu. Und mein Fazit – viel kann man bewegen, wenn die eigene Einstellung stimmt.  

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Ein neues Leben

Meine besorgniserregende Entdeckung hatte ich Euch schon erzählt. Gesünder leben sollte ich. Und mein Body-Maß Index – ja was ist das? Das Internet verriet mir, dass Körpergewicht in kg durch Körpergröße in m zum Quadrat berechnet werden sollten. Der Normalwert lag so zwischen 18 und 25 und meiner jenseits der 30. Gesunde Ernährung bedeutet zunächst mal weniger Fett tierischer Art und dafür viel Obst, Gemüse und ballaststoffreiche andere Lebensmittel. Also erst einmal einkaufen gehen – nicht fahren, beschloss ich. Natürlich war ich zu feige, mich im Einkaufszentrum beraten zu lassen. Meine geliebte Haxe war erst mal passe. Mischbrot statt Brötchen – war sicher auch gut. Obst und Gemüse gab es jede Menge. Rohkost – was ist da gut – fragte ich schließlich doch – und hatte im Handumdrehen einen ganzen Korb damit gefüllt. Nur nicht übertreiben, dachte ich noch, als ich am Brotstand meine geliebten Brötchen links liegen ließ. Statt eines schönen kühlen Bieres sollte ich einen Fruchtsaft – möglichst naturbelassen -nehmen. Schon komisch – so ein Einkauf der anderen Art. Aber ich wollte es ja ernst nehmen, mich gesund zu ernähren und so ein neues Leben starten. Zuhause begann ich dann, Obst und Gemüse für einen Salat herzurichten. Bei meinem ersten Schluck aus meiner Bierflasche hätte ich mich beinahe verschluckt. Hatte ich mich schon bei alten Gewohnheiten ertappt! Später kostete ich den Salat und stellte erstaunt fest, dass dieses „Kaninchenfutter“ sogar schmeckte. So gestärkt beschloss ich, für meine gesunde Ernährung auch noch den Saft zu probieren. Da konnte doch glatt eine alte Regel – erlaubt ist was schmeckt – mehr auf Obst und Gemüse gelenkt werden und ich war schon ganz stolz auf meinen ersten „Gesunde Ernährung“–Sieg.

Besorgniserregende Entdeckung

Also, das muss ich unbedingt erzählen. Zum einen, weil es mich direkt betrifft und zum anderen, weil auch Ihr daraus lernen könnt. Vor kurzen bin ich, mit Einkaufstaschen bepackt, die Treppe hinaufgeeilt. Fahrstuhl haben wir ja leider nicht. Eilig hatte ich es, weil meine Lieblingssendung schon begonnen hatte. Da bemerkte ich plötzlich, dass mir das Herz bis in den Hals schlug und meine Atmung war auch nicht gerade ruhig. Hatte ich eben eine besorgniserregende Entdeckung gemacht? Bisher hatte ich nicht bemerkt, dass meine Fitness nicht zum Besten steht. Krank war ich nicht. Viel-leicht sollte ich statt mit dem Auto zu fahren, öfter mal laufen. Mein Grübeln endete in der Wohnung. Also gehe ich vorsichtshalber mal zu meinem Hausarzt. Gleich am nächsten Tag stand ich dort auf der Matte und durfte im Wartezimmer Platz nehmen. Auch noch warten! Aber das half jetzt alles nichts. Ich wollte schließlich wissen, ob es Grund zur Besorgnis gibt. Und ob! Nach einer gründlichen Untersuchung und einigen Kniebeugen (wozu das – ich bin doch hier nicht im Fitnessstudio!) fragte mich der Arzt nach meinem Tagesablauf. Und alles ohne zu flunkern - schärfte er mir ein. Nun ja, viel gab es nicht zu erzählen. Den Tag über sitzt der Mensch, wenn er Angestellter ist, meist am Schreibtisch. Frühstück am Arbeitsplatz und mittags mit dem Fahrstuhl in die Kantine und auch wieder zurück an den Schreibtisch. Und meine Essgewohnheiten – ja wie halt jeder- nicht gerade die gesunde Ernährung. Schnell einen Kaffee vor der Fahrt ins Büro. Abends mal einkaufen oder in meiner Stammkneipe eine knusprige Haxe genießen. Seine Diagnose – alle Werte sind unbefriedigend und der Body-Maß Index erst! In einem halben Jahr wollte er mich wieder sehen.